| Didyma, Ursprung des Heiligtums | ||
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Der Ursprung des Heiligtums geht in vorgriechische Zeit zurück wie
Pausanias (V 13,11) berichtet; die Griechen ersetzten bei der Einwanderung
den einheimischen Kult durch den Kult des Apollon und seiner Zwillingsschwester
Artemis, die dort einen eigenen Die Kultmale waren eine Quelle, deren Wasser man wie in Delphi prophetische Kraft zuschrieb und der heilige Lorbeerbaum des Apollon. Sie galten als die Stelle, an der Zeus und Leto der Überlieferung nach ihr Beilager gehalten und Apollon und Artemis gezeugt haben. Vielleicht ist die Verehrung der Quelle auch darauf mit zurückzuführen, dass sie süßes Trinkwasser führte, während sonst in der näheren Umgebung nur Bitterwasser vorkommt und Trinkwasser auch jetzt noch weit herangeführt werden muss. Die Kultmale wurden unter freiem Himmel verehrt und da sie nicht überdeckt
werden durften, musste auch der spätere Tempel in seinem Innern einen
Hof (Sekos) bilden. Die Orakelpriester nannten sich Branchiden nach ihrem
Ahnherm Branchos, einem Hirten, dem Apollon die Gabe der Weissagung verliehen
hatte; sie erteilten die Orakelsprüche von der hochliegenden Schwelle
der Haupttür des Tempels. |
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